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Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt

Schere zwischen Bewerbern und Ausbildungsstellen wird kleiner

Für die Berufsberater der Bad Hersfelder Arbeitsagentur mehren sich die Anzeichen für eine beginnende Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt. Zwar übersteige die Zahl der Bewerber nach wie vor die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsstellen - die Schere sei aber im Vergleich zum Vorjahr deutlich kleiner geworden, so die Feststellung der Agentur. "Von einer Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt kann zwar noch nicht die Rede sein aber die hohe Ausbildungsbereitschaft der heimischen Unternehmen zeigt, dass unsere Betriebe ihre Verantwortung sehr ernst nehmen. In Anbetracht der prognostizierten demographischen Entwicklung und des anhaltenden hohen Fachkräftebedarfs ist es sehr wichtig, dass die Unternehmen auch weiterhin alle Ausbildungskapazitäten nutzen", kommentiert Karl-Heinrich Renner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld, die aktuellen Zahlen aus dem April.
Zuwachs an gemeldeten Ausbildungsstellen
Die heimischen Unternehmen meldeten der Arbeitsagentur seit Oktober vorigen Jahres 945 Ausbildungsstellen. Dies entspricht der Steigerung des Vorjahreszeitraums. Im Berichtsjahr 2005/2006 waren zum gleichen Zeitpunkt nur 770 Stellen gemeldet. Trotz der enormen Steigerung wirbt die Agentur weiter um jeden Ausbildungsplatz.
Bewerberrückgang
Seit Beginn des Ausbildungsjahres suchten 1.280 Bewerberinnen und Bewerber über die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld einen Ausbildungsplatz. Dies sind 460 oder 26,4 Prozent weniger als im Vorjahr. "Die Gründe für diesen Rückgang sind vielfältig", erklärt Sandra Hertrampf, Teamleiterin in der Bad Hersfelder Arbeitsagentur. Zum einen zeige der demographische Wandel erste Auswirkungen. In manchen Schulen wird es in diesem Jahr weniger Schulabgänger geben als noch vor Jahresfrist. Ein verändertes Bildungsverhalten veranlasse zunehmend mehr Schüler, vor der Ausbildung höherwertige Schulabschlüsse zu erlangen. Zudem sei es der Agentur nach eigenen Angaben gelungen, die Zahl der Altbewerber im letzten Jahr deutlich abzubauen. Aber auch die Suchwege der Jugendlichen hätten sich verändert. Nicht mehr jeder Schulabgänger melde sich bei der Agentur für Arbeit. Ausbildungssuchende, die sich online bei der Arbeitsagentur nach Ausbildungsplätzen umschauen, würden ebenso wenig registriert, wie Jugendliche, deren Ausbildungsverhältnis nach einem Schulpraktikum zustande komme. Es zeige sich auch, dass die guten Botschaften, die seit einiger Zeit vom Arbeits- und Ausbildungsmarkt kommen, Jugendliche dazu verleiten, ausschließlich selbständig auf Stellensuche zu gehen. "Die Erfahrung zeigt, dass Jugendliche, die aufgrund guter Ausbildungsprognosen spät mit der Suche beginnen und sich nicht aller Suchstrategien bedienen, meist erst kurz vor den Sommerferien bei den Berufsberatern nachfragen. Zu dieser Zeit sind aber die attraktivsten Stellen schon anderweitig vergeben. Für den einen oder anderen heißt es dann sogar mit schulischen Alternativen Vorlieb zu nehmen", so Hertrampf. Die Teamleiterin appelliert an alle noch Ausbildungssuchenden, sich möglichst schnell bei der Berufsberatung zu melden, sofern dies nicht bereits geschehen ist. Momentan sind noch knapp 300 der gemeldeten Ausbildungsstellen zu vergeben.

Nachricht vom 30.4.08 10:53

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Letzte Aktualisierung: Montag, 09. Dezember 2019

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