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Optionskommune Hersfeld-Rotenburg stabil in den Vermittlungszahlen

Deutlich gesenkt werden konnte die Arbeitslosenquote im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nicht nur im Arbeitslosengeld (Alg) I-, sondern auch im Alg II-Bereich. Gegenüber dem Oktober 2005 rutschte sie im Vormonat um 1,5 Prozent auf nunmehr 4,6 Prozent, wie Erste Kreisbeigeordnete Christa Bittner auf einer Pressekonferenz der Optionskommune berichtete. Die Anzahl der Bezieherinnen und –bezieher von Arbeitslosengeld II habe sich somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 583 Personen auf durchschnittlich 2850 verringert. Hier sei eine weiter sinkende Tendenz erkennbar. Erfreulich ist die weitere Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit. Gegenüber 2006 sank sie um 140 auf durchschnittlich 239 Arbeitslose unter 25 Jahre.

Um diese guten Ergebnisse zu erzielen, sei es wichtig gewesen, dass 2007 die hohe Zahl der Integrationen in den 1. Arbeitsmarkt aus 2006 mit rund 2300 Vermittlungen in den ersten zehn Monaten erneut bestätigt werden konnte. “Wir müssen aber davon ausgehen, dass unsere Integrationszahlen ein Maximum erreicht haben. Einerseits stehen insgesamt deutlich weniger Personen zur Verfügung, andererseits bestehen bei den verbliebenen Langzeit-arbeitslosen oft viele und schwerwiegende Vermittlungshemmnisse, die vor einer erfolg-reichen Integration einen sehr hohen Beratungs- und Qualifizierungsbedarf erfordern”, dämpft Bittner aber Erwartungen für die Zukunft.

Des Weiteren sind große Bewegungen zu verzeichnen. Monatlich wurden im 3.Quartal 2007 etwa 312 Neu-Zugänge in den Leistungsbezug verzeichnet. Zehn Prozent wechselten dabei nach abgelaufenem ALG I-Bezug von der Arbeitsagentur zur Optionskommune. Etwa 280 brauchten nach Zuzügen, veränderten Lebenssituationen wie Trennung, weitere Kinder oder Arbeitslosigkeit ohne Anspruch auf ALG I finanzielle Unterstützung.

Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften ist gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 359 gesunken. Mittlerweile stehen noch 3.674 im Leistungsbezug. Allerdings ist ihre durchschnittliche Größe gewachsen. Bestand eine Bedarfsgemeinschaft im 3.Quartal 2006 noch aus 1,87 Personen, so gehören ihr nunmehr 2,04 Personen an. Deshalb bleibt auch die Anzahl der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen (eHb) mit 5.334 konstant. Dieser Personenkreis umfasst neben der Gruppe der Arbeitslosen auch die Personen, die bereits einer Erwerbstätigkeit nachgehen, von der sie aber nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Außerdem gehören zu den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen auch Personen, die Schulen besuchen, in einer Maßnahme qualifiziert werden, aufgrund der Gesundheitssituation vorübergehend keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können oder auch aufgrund Schulden- oder Suchtproblemen zunächst intensiver flankierender Hilfen bedürfen.

Im Vergleich Oktober 2007 zu Oktober 2006 musste 92 Personen mehr das Erwerbseinkommen mit Arbeitslosengeld II-Leistungen aufgestockt werden. Insgesamt 1.521 Mal werden derzeit zusätzliche finanzielle Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende gezahlt. Aufgrund des oft zu geringen Lohnniveaus sei es erforderlich, besonders kinderreiche Familien zu unterstützen.

Auch die Langzeitarbeitslosigkeit über 50-jähriger konnte um 64 auf 689 gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Durch die Teilnahme am “Bundesprogramm 50+” ab Januar 2008 wird die Kommunale Vermittlung in Arbeit des Landkreises Hersfeld-Rotenburg gemeinsam mit den ebenfalls optierenden Landkreisen Fulda und Vogelsberg weitere, speziell auf die Zielgruppe der über 50-jährigen ausgerichtete Vermittlungsbemühungen initiieren können.

Die Auswertung der Bewerberqualität der im Leistungsbezug stehenden Gruppe der unter 25 Jährigen zeige nach den Vermittlungserfolgen im vergangenen Jahr für diese Gruppe aktuell, dass über die Hälfte der jungen und jugendlichen Klientel zur Zeit nicht für eine Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt geeignet ist. “Der Abbau bestehender Hemmnisse - fehlende Schulabschlüsse, Suchterkrankungen, mangelnde Motivation und gesellschaftliche Reintegration- bleibt weiterhin eine Aufgabe, die wir mit hoher Priorität lösen müssen. In den Schulen werden wir deshalb berufsorientierte Maßnahmen unterstützen. Wir brauchen aber ebenso innovative Formen zur Motivation und Qualifikation der jungen Menschen”, kündigt Bittner an.

Nachricht vom 14.11.07 10:13

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 26. Mai 2020

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