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Platinen in nur neun Stunden bei einer Leiharbeiterquote von 30 %

ENH stellt Fertigung um und erzielt unglaubliche Durchlaufzeitgewinne / Regierungspräsident und Landrat auf Firmenbesuch in Bad Hersfeld

EN ElectronicNetwork Hersfeld GmbH revolutioniert seine Betriebs- und Fertigungsabläufe und verkürzt die Produktions- und Auslieferzeiten von derzeit durchschnittlich zwölf Tagen auf nur noch neun Stunden. Mit dieser äußerst anspruchsvollen Zielsetzung beeindruckte Geschäftsführer Berthold Grün kürzlich Regierungspräsident Lutz Klein und Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, die auf Einladung des Betriebsratsvorsitzenden von ENH, Jörg Meckbach, und der Geschäftsführung das Unternehmen besuchten.

Was sich im Gespräch und der Vorstellung durch Geschäftsführer Grün und Betriebsratsvorsitzendem Meckbach zunächst sehr futuristisch und außerordentlich theoretisch anhörte, wurde beim Gang durch die hellen Hallen im früheren Zuse-Areal am Rande von Bad Hersfeld schnell verständliche Praxis: Mit neuen Fertigungsstraßen, neuen Robotern und einem komplett neu aufgesetzten Fertigungssystem schaffen es die 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Produktionslinie, die Durchlaufzeiten von neun Stunden einzuhalten. Gebaut werden Leiterplatten, Platinen und elektronische Teile für Steuerungsprozesse und Sicherheitstechnik. Beispielsweise die Kreditkarten-Leser der benachbarten Firma Thales werden zu Teilen von ENH produziert. Oder die Steuerung der elektronischen Fensterheber der neuen BMW-Serie X3 stammt aus dem Werk in Bad Hersfeld.

PIF ist die Abkürzung, die diese enorme Veränderung bewirkt und steuert. PIF steht nach Darlegung von Geschäftsführer Grün für „Produktion im Fluss“. Statt wie bislang in Schritten zu fertigen, bei denen Lager und Zwischenlager bedient wurden, werden die Komponenten jetzt mit den neuen Anlagen in einem einzigen Fertigungsgang und ohne Zwischenlagerung erstellt. Dies bedeutet zwar einen größeren Platz und Investitionsaufwand, führt aber im Gegenzug zu den enormen Zeiteinsparungen und damit zu einem ebenso enormen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Anbietern, erläuterten Grün und Meckbach.

Regierungspräsident Klein und Landrat Dr. Schmidt nutzten die Gelegenheit, um die komplette Fertigung eines Bauteils zu verfolgen und mit den Beschäftigten zu reden. Unisono waren die Kommentare positiv und sehr zufrieden mit den neuen Bedingungen bei ENH. Von den 420 Beschäftigten sind 300 direkte ENH-Mitarbeiter; die übrigen sind Zeitarbeit-Beschäftigte der Firma Randstad, von denen immer wieder einige übernommen werden, erklärte Betriebsrat Meckbach. Klein und Dr. Schmidt waren beeindruckt von der Leitungsfähigkeit des Unternehmens und dem innovativen Ansatz in der Fertigung. „Das sichert hoffentlich auf lange Zeit die Arbeitsplätze“, sagte Landrat Dr. Schmidt abschließend.

Foto: Einblick in die neue schnelle Fertigung bei ENH (v.l.n.r.): Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, Regierungspräsident Lutz Klein, Hartmut Ziehn, Ernst Bergbauer, RP-Abteilungsleiter Umwelt und Arbeitsschutz, Geschäftsführer Berthold Grün und Betriebsratsvoritzender Jörg Meckbach schauen Jana Dörfert bei der Arbeit zu

Nachricht vom 9.11.07 12:18

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Letzte Aktualisierung: Montag, 25. Mai 2020

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