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Arbeitslosenzahl auf Jahrestiefststand

Die Zahl der Arbeitslosen konnte trotz Ausbildungsende und Quartalskündigungstermin zur Jahresmitte im Juli weiter um 21 oder 0,3 Prozent auf 7.670 Personen verringert werden. Die Arbeitslosenquote blieb jedoch unverändert bei 8,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr waren 1.611 Personen oder 17,4 Prozent weniger Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet. Vor zwölf Monaten betrug die Arbeitslosenquote noch 10,2 Prozent. Allerdings besteht ein deutliches Nord-Süd-Gefälle zwischen dem Altkreis Eschwege (10,0 %) und Bad Hersfeld (7,4 %).
Nach wie vor gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Juli meldeten sich 1.379 Personen neu oder erneut arbeitslos, gleichzeitig beendeten 1.220 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Durch arbeitsmarktpolitische Instrumente konnte bei rund 1100 Personen die Arbeitslosigkeit beendet oder verhindert werden. Insgesamt profitieren alle Personengruppen vom Rückgang der Arbeitslosigkeit, vor allem ältere Menschen konnten im Juli ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies zeigt, dass die eingesetzten arbeitsmarktpolitischen Instrumente greifen. Von besonderem Interesse ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen. Im Juli waren 22 % aller Arbeitslosen länger als ein Jahr auf der Suche nach einer Beschäftigung.
Auffällig ist, dass vermehrt junge Menschen nach Ausbildungsende nicht in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen wurden. Trotz des beklagten Fachkräftemangels meldeten sich allein bei der Agentur für Arbeit im Juli 498 Personen arbeitslos, die vorher in einem Ausbildungsverhältnis standen, seit Jahresbeginn sogar 2.013 Personen.
Der konjunkturelle Aufschwung setzt sich fort. Dies zeigt sich in der weiter ansteigenden Anzahl von gemeldeten Stellenangeboten im Juli.
Die größte Arbeitskräftenachfrage kam aus den Bereichen Personal-, Stellenvermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, dem verarbeitenden Gewerbe sowie dem Gastgewerbe.

Ausbildungsstellenmarkt noch nicht aus dem Schneider
Auf dem Ausbildungsstellenmarkt klafft nach wie vor eine Lücke zwischen angebotenen Ausbildungsstellen und Bewerbern. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen ist zwar seit Beginn des Berichtsjahres (Oktober 2006) auf 26,1 Prozent über den Wert des Vorjahreszeitraumes gestiegen, absolut standen für 2.017 Bewerber jedoch nur 1.122 Ausbildungsstellen zur Verfügung.
Karl-Heinrich Renner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld, appelliert an Arbeitgeber, verstärkt Ausbildungsplätze anzubieten.
„Die schulische Bildung, die duale Ausbildung und die akademische Bildung müssen gestärkt werden. Nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern kann ein mittelfristig drohender Fachkräftemangel verhindert werden. Unternehmen sollten auch überlegen, ob nicht manchmal auch der „zweitbeste Bewerber“ für eine Stelle die richtige Wahl sein kann, ob sie auch ältere Fachkräfte einstellen oder eine Stelle als Teilzeitstelle anbieten könnten– damit erhöht sich die Zahl der potentiellen Bewerber“, ist sich Renner sicher.

Nachricht vom 1.8.07 08:51

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 26. Mai 2020

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