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Interkommunales Kreisarchiv wird mit „Spar-Euro“ ausgezeichnet
Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wu .

Bund der Steuerzahler würdigt Zusammenarbeit

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wurde am Montag in Frankfurt gemeinsam mit dem Schwalm-Eder-Kreis und dem Vogelsbergkreis vom Bund der Steuerzahler Hessen und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund mit dem „Spar-Euro“ für das Interkommunale Kreisarchiv Nordhessen (IKAN) ausgezeichnet.

Über die Auszeichnung freute sich Landrat Dr. Michael Koch sehr: „Gefördert durch das Kompetenzzentrum des Landes Hessen für Interkommunale Zusammenarbeit mit 100.000 Euro sparen die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Vogelsberg und Schwalm-Eder durch die Zusammenlegung ihrer Kreisarchive künftig über 200.000 Euro. Deshalb wurden wir ausgezeichnet. Ich bedanke mich bei meinen Kollegen Landrat Winfried Becker und Landrat Manfred Görig für die Unterstützung und Beteiligung an unserer Idee sowie bei Claus Spandau für die hervorragende Förderberatung des Landes.“

Zur inhaltlichen Arbeit des Archivs erläuterte dessen Leiter Dr. Sebastian Kraffzig: „Das Archiv soll den Bürgerinnen und Bürgern als kulturelles, soziales und wirtschaftliches Gedächtnis dienen. Eines der wichtigsten Aufgaben ist es, die gesammelten Unterlagen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, damit sich Interessierte informieren können.“ Um das historische Erbe zu bewahren, sammelt das Archiv die unterschiedlichsten Archivalien. Alle Unterlagen, die in der Verwaltung der Landkreise entstehen, werden von Sebastian Kraffzig und seinen drei Mitarbeiterinnen gesichtet und hinsichtlich ihres historischen Wertes auf ihre Archivwürdigkeit geprüft, bewertet und digitalisiert. Zu solchen Unterlagen gehören beispielsweise Akten, Protokolle und Urkunden ebenso wie Fotos, Postkarten und Pläne von Bauwerken.

Das Hessische Archivgesetz verlangt, historisch bedeutsame Unterlagen vor Beschädigung oder Verlust zu schützen und sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Allein im Landkreis Hersfeld-Rotenburg warten knapp fünf Kilometer Akten darauf, von Archivaren begutachtet zu werden. In den Nachbarlandkreisen ist das kaum anders“, erklärt Landrat Dr. Michael Koch: „Das stellt einzelne Landkreise vor große Herausforderungen.“ Durch IKAN ergeben sich etliche Synergieeffekte, wodurch die Anforderungen an das Gesetz besonders wirtschaftlich und effizient erfüllt werden können. So werden bei gleichzeitiger Spezialisierung letztendlich Personalkosten gespart. Auch bei den Lizenzen für Archivierungssoftware entstehen durch die interkommunale Zusammenarbeit weniger Kosten.

„Etwa alle zwei Wochen fahren wir in die Nachbarkreise und holen neues Material, was wir dann hier in Bad Hersfeld archivarisch bearbeiten“, sagt Sebastian Kraffzig. Stammsitz des IKAN ist in Bad Hersfeld, aufbewahrt wird das Archivmaterial jedoch weiterhin in den beteiligten Landkreisen. „Unsere Ansprechpartner in den Kreisen unterstützen uns, wo sie nur können“, lobt Kraffzig die positive Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Fragen zum Kreisarchiv, Informationen zur Geschichte des Landkreises oder einem historischen Dokument werden telefonisch unter 06621 87-1707 oder per E-Mail archiv@hef-rof.de beantwortet. Die Öffnungszeiten sind Montag und Dienstag von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 17.30 Uhr, Mittwoch und Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Nachricht vom 6.2.19 11:09

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 23. April 2019

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