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Heiderich: „Wenn Entsalzung, dann in Neuhof“!

„Die von der Kali + Salz geplante „Laugen-Pipeline“ von Neuhof an die Werra trifft eine wesentliche Zukunftsperspektive der gesamten Kaliregion“, so CDU-Kreisvorsitzender Helmut Heiderich. Es sei deshalb wichtig, dass sich Bürger und Politiker intensiv mit den Lösungsmöglichkeiten beschäftigten. Denn mit Arbeitnehmern und ihren Familien seien rund 15.000 Menschen direkt von den entsprechenden politischen und unternehmerischen Vorgaben abhängig. Für den Kreis Hersfeld-Rotenburg seien die Kaliwerke ein bedeutendes Standbein von Wirtschaftkraft und Infrastruktur.
Die CDU im Landkreis habe sich deshalb darauf verständigt, alle vom Regierungspräsidenten geforderten und vom Unternehmen in Kürze einzureichenden Lösungsvorschläge intensiv zu prüfen. Überrascht sei man deshalb, dass die CDU-Landtagsfraktion sich schon jetzt auf den Bau einer zentralen Entsalzungsanlage an der Werra festgelegt habe. Bevor überhaupt Antragsunterlagen von der Kali + Salz vorgelegt seien.

Dieser Entscheidung könne man außerdem inhaltlich nicht folgen. „Es macht doch keinen Sinn, die Lauge erst 63 km über Land zu pumpen, um sie dann an der Werra zu verdampfen und das übrig bleibende Salz dort auf Halde zu werfen. Wenn man sich schon für eine Entsalzungsanlage entschieden hat, dann muss diese vor Ort in Neuhof gebaut werden“, so Heiderich.

Denn erstens sei dort ein akuter Handlungsbedarf gegeben, der jetzt durch Tanklastzüge überbrückt werden müsse.

Zweitens erspare man sich dann den Bau der Pipeline und damit Kosten von etwa 40 Mio. Euro. Daraus lasse sich im Gegenzug die Entsalzungsfabrik fast vollständig finanzieren.

Drittens könne das anfallende Salz direkt vor Ort aufgehaldet und das saubere Restwasser direkt in die Fulda abgeleitet werden.

Viertens seien in Neuhof max. 700.000 m3 pro Jahr zu verarbeiten, während an der Werra mehr als das Zwanzigfache anfalle. Eine überschaubare Anlage, wie sie in Neuhof gebraucht werde, könne evtl. auch unter Umweltaspekten verantwortet werden.

Grundsätzlich sei eine Entsalzung aber nur das Kurieren an den Symptomen und keine Lösung auf Dauer. An der Werra könnten ohne Zeitdruck deshalb andere Lösungswege angegangen werden. Dort müsse durch technische Innovation der Laugenausstoss aus der Produktion mittelfristig verringert werden. Außerdem gehe kein Weg daran vorbei, die Halden so abzudichten, dass sie nicht ständig vom Regenwasser ausgewaschen würden und die Werra immer wieder aufs Neue belasteten.

„Wenn in diesen beiden Richtungen jetzt intensiv geforscht wird, wird die Belastung der Werra Schritt für Schritt weiter abnehmen. Schließlich ist dies in den letzten fünfzehn Jahren bereits beispielhaft gelungen“, stellt Heiderich fest.

Insgesamt gebe es kein Vertun, dass der Gewässerzustand der Werra weiter verbessert werden müsse, die Zukunft der Arbeitsplätze dabei aber nicht aus den Augen gelassen werden dürfe.

Nachricht vom 19.6.07 10:10

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Letzte Aktualisierung: Dienstag, 10. Dezember 2019

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